Immer häufiger habe ich Modelle im Studio die keinen Rechner, weder Desktop noch Laptop haben sondern alles über das Smartphone machen.

Nun werden meine Bilder natürlich von den Modellen auch auf ihre Facebook Profile geladen und ich mag es gerne wenn meine FB Page verlinkt wird. Das ist nicht so leicht möglich. Daher hier ein kleiner Workaround:


 

Auf einem normalen PC oder Laptop lässt sich eine Seite / eine Person markieren indem man ein @ davorschreibt. Hat man also ein Bild hochgeladen und will in der Beschreibung nun eine Seite markieren schreibt man @FotokunstWolfsburg. Habt ihr die Seite geliked schlägt FB wahrscheinlich schon recht schnell per aufklappendem Menü „Fotokunst Wolfsburg“ vor. Dort müsst ihr nur drauftippen.

Auf Handys in der mobilen Ansicht von FB oder gar in der FB App funktioniert dies nicht.

Dafür hier ein Workaround.

Ihr öffnet auf eurem Handy den Webbrowser. Also das Programm mit dem ihr im Internet surft. Auf dem Iphone wahrscheinlich „Safari“, auf Android wahrscheinlich „Browser“ oder „Chrome“.

Dort navigiert ihr per Adresszeile zu Facebook.com. Die Seite öffnet sich in der mobilen Ansicht.

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Dort meldet ihr euch mit euren Zugangsdaten an.
Nun öffnet sich die mobile Ansicht der Seite.
Oben rechts öffnet ihr nun das Menü und scrollt bis ganz nach unten. Dort klickt ihr auf „Desktop Ansicht“.
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Daraufhin öffnet sich die Ansicht der Facebook Seite wie auf einem Rechner.
Nun könnt ihr oben auf der Seite einen neuen Beitrag mit Fotos erstellen oder über das Menü links „Fotos“ auswählen.
Dort euer schon hochgeladenes Bild auswählen und bearbeiten. Nun könnt ihr in der Textbox auch die Seite markieren @FotokunstWolfsburg

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Draufklicken. Beitrag speichern. Fertig. 🙂

ps. Funktioniert auch mit anderen Seiten 😉


Das Shooting ist beendet, Model und Fotograf hatten Spaß und die ersten Eindrücke auf dem Kameradisplay sind vielversprechend.

Nun, wie kommt das Model und / oder der Kunde an die Bilder und welche erhält er?

Da gibt es sicherlich unzählige Varianten, vom CD / DVD Versenden, Onlinegalerien usw.. Sucht der Fotograf die Bilder aus die das Model erhält oder darf sich das Model die Bilder aussuchen?

Bei mir gibt es keinen Unterschied zwischen einem kostenlosen Test / TFP Shooting oder Auftragsarbeiten.

Aber von Anfang an. Fangen wir mit dem kürzesten Fall an. Ich werde beauftragt, kriege einen Obolus und mache Fotos. Der Kunde ist König. Er darf natürlich bestimmen welche Bilder er bearbeitet haben möchte. Und wenn er alle unbearbeiteten Bilder in voller Auflösung haben möchte. So bekommt er auch die. Roh Dateien gibt’s aber nur bei triftigen Gründen.

So. Nun zum dem bei mir am häufigsten auftretenden Fall. Ein TFP Shooting, für beide Seiten kostenlos in der Form. Ich habe es seit Beginn so gehalten, dass auch hier das Model sich seine Favoriten, die es bearbeitet haben möchte, aussuchen kann. Beide Parteien investieren Zeit und Mühe und Geschmäcker sind nun mal verschieden. Daher sehe ich keinen Grund dem Model seine Wunschbilder vorzuenthalten. So muss ich halt zwei Mal bearbeiten. Einmal für das Model, einmal für mich. Außer die Bildwünsche überschneiden sich. Da ich meist aber weniger Bilder aus einem Shooting nutze z.B. zur Veröffentlichung hält sich die Bearbeitung für meine Wünsche im Rahmen.
Ich habe es schon sehr häufig erlebt, dass mir das Model ihre Wunschbilder mitteilt und ich beim Sortieren denke: „Das Bild? Warum? Das ist…(nicht gerade eins meiner besten)”. Aber dem Model gefällt es und es freut sich auch dieses Bild zu erhalten. So sind auch ganz am Ende alle glücklich und zufrieden.
Wie läuft das nun bei mir genau ab?

  • Das Shooting ist beendet 🙂
  • Zuhause importiere ich die Bilder in meinen Lightroom Katalog.
    • Die Bilder schau ich mir dabei zuerst kaum an. Ich sortiere nur grob vor. Schwarze Bilder bei denen der Blitz nicht ausgelöst hat, Bilder bei denen ich den Kopf vergessen habe mitzufotografieren usw.. Alle anderen Bilder verbleiben in der Sammlung.
  • Ich exportiere die Bilder in einer verkleinerten, komprimierten Auflösung in ein ZIP Archiv.
  • Das ZIP Archiv lade ich auf meinen Webserver hoch und kopiere mir den Link zum Download.
  • Das Model erhält per Mail / WhatsApp / bevorzugter Kommunikationsmethode den Downloadlink und kann sich das Archiv herunterladen.
    • In all meinen Shootings ist es bisher nur einmal vorgekommen dass diese Methode nicht geklappt hat weil das Model nur mit dem Handy unterwegs war. Ein iPhone kann nun mal kein ZIP Entpacken. 🙂
  • Nach dem Entpacken des Archives kann das Model sich seine Wunschbilder aussuchen. Die Bilder sind durchnummeriert.
    • Meist sag ich 10 bearbeitete Bilder pro Shooting. Versteht man sich gut / Wird nett gefragt, dann können es auch mal mehr werden. Rekordhalter war ein Model mit, ich glaube, 96 Wunschbildern. Ich bat darum nochmal tiefer zu favorisieren.
  • Die Nummern der Wunschbilder teilt mir das Model mit und ich mache mich ans bearbeiten.
  • Die bearbeiteten Bilder werden wieder als Archiv hochgeladen und der neue Downloadlink dem Model zugeschickt.

Das Verfahren klappt zu 99% aller Fälle. Der oben beschriebene Fall mit dem iPhone. Da habe ich eine Webgalerie angelegt wo man die Bilder per anklicken auswählen konnte und die bearbeiteten einfach so hochgeladen zum “Speichern unter…”. Jeder Rechner mit Windows oder MacOS verfügt über die Fähigkeit ZIP Archive zu Händeln und man kann leichter sortieren. Ungewünschtes Löschen. Favoriten in neue Ordner verschieben und und und. Daher sehe ich auch keinen Grund das System zu ändern.

Da ich genug Speicherplatz auf meinen Webserver habe sind selbst große Shootings wie Hochzeiten kein Problem diese bereitzustellen.

Häufig lese ich von Fotografen die den Models die Bilder per CD / DVD schicken und frage mich: „Arbeiten mich modernsten Kameras, Bildbearbeitung vom feinsten aber einen Download zu erstellen? Klar, Webserver usw. kostet etwas, aber das ganze kann man auch über Tools wie Dropbox kostenlos realisieren.